Archiv für den Monat: April 2015

Die geringelte Hose – oder eine kleine Geschichte vom Scheitern

Irgendwie möchte ich Euch natürlich immer nur die besonders gelungenen Sachen zeigen, Dinge auf die ich stolz bin und die ich mit Freude selbst trage oder verschenke oder… aber die Realität sieht doch immer mal wieder ganz anders aus. Aber um ehrlich zu sein, wem gelingt denn schon jedes Strickstück. Und die Misserfolge einfach so unter den Tisch fallen zu lassen finde ich auch nicht gut. Deswegen dürft Ihr mir heute beim ribbeln über die Schulter schauen.

 

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Hier und hier und hier konntet Ihr ja schon die Ringelhose für mein kleines Sturmtief wachsen sehen. Die Farben sind schön, die Ringel sehen super aus, aber den Windelpopo habe ich einfach nicht vernünftig umstrickt bekommen. Der Zwickel saß nicht richtig, über die Po fehlte es der Hose an Länge, dafür war der Bund viel zu weit und … ein Bauarbeiterdekolleté kann ich bei Krabbelkindern wirklich gar nicht brauchen. Und dann habe ich einen klassischen Eltern Trick angewendet, einfach mal liegen lassen und warten dass das Kind aus der Klamotte rauswächst. Der Trick hat funktioniert und so geht es heute Reihe um Reihe rückwärts.

 

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Inspiriert zu diesem ganz ehrlichen Post hat mich übrigens Anke von Wollstash. Ich habe zwar vom Spinnen und Färben überhaupt keine Ahnung, aber Anke schreibt so natürlich und absolut fesselnd über Ihre große Leidenschaft, dass ich Ihren Blog immer wieder gerne lese. Und im März konnte ich Ihr beim Scheitern über die Schulter schauen, dann die Rettungsaktion beobachten und mich zum Schluss mit Ihr über die Erfolge freuen.

 

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Soweit heute meine kleine Geschichte vom Scheitern. Jetzt heißt es aufstehen, Krone richten und auf Ravelry eine schöne Anleitung suchen :-)))) Und falls Ihr Tipps und Empfehlungen habt, immer her damit! Damit ich auch bald wieder über Erfolge schreiben kann.

 

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Moonraker KAL von Woolspire – erste Fortschritte

Der Moonraker wächst und so ist es Zeit für einen ersten Zwischenstand … ich muss aber erst mal wieder ein bisschen abschweifen … Was das Thema Randmaschen anbelangt bin ich ja wirklich seeeehr unkreativ. Einfacher Knötchenrand wenn die Kante fester werden soll und Kettrand wenn sich die Kante dehnen soll. Im Grunde stricke ich die letzte Masche immer rechts und hebe die erste Masche, je nach Rand, wie zum rechts- oder linksstricken ab. Bei Randmaschen läuft bei mir der Autopilot. So, jetzt aber… beim Moonraker werden die erste und die letzte Masche der Reihe rechts gestrickt. Ha! Das habe ich natürlich nicht gleich kapiert, ich sag nur Autopilot. Kein Wunder das ich mit den Maschen in den Musterreihen nicht richtig hinkam. Aber nach dem ersten Musterabschnitt hat es dann doch nach „Klick“ gemacht, ich hab den Anfang kurz geribbelt und den zweiten Anlauf gestartet. (Wie strickt Ihr eigentlich Eure Randmaschen? Seid Ihr da auch so „variantenreich“ wie ich? Oder habt Ihr noch ein paar gute Tipps?)

 

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Und seitdem läuft es so gut, dass ich mich am Abend zwingen muss die Nadeln zur Seite zu legen. Hach schön! Mit meiner Farbwahl bin ich aber auch soooo glücklich, es macht richtig Freude die kontrastigen „Blümchen“ einzustricken. Bei der Streifenverteilung der einzelnen Blöcke halte ich mich nicht so ganz an die Vorgaben der Anleitung, ich mix die Farben hier ein kleines bisschen anders, denn das Hellgrau (light grey) sieht auf dem Blau (blue marled) einfach am schönsten aus!

 

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Soweit mein erster Zwischenstand zum Moonraker. Ich schaue gleich mal rüber zu Woolspire und schaue mir an wie weit Ihr schon seid.

 

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warme Kuschelsocken im Sternchenmuster

Im März konntet Ihr ja schon den Anfang, genauer gesagt sogar schon den ersten Socken sehen. Jetzt sind beide fertig und auch endlich fotografiert, was wieder gar nicht so einfach war … aber dazu später mehr. Es ist schon ein bisschen her, aber ich habe ich Euch ja schon einmal verraten, dass ich einige Knäuel Sockenwolle „geerbt“ habe. Mit dem Socken stricken hatte ich bis dato nicht besonders viel am Hut, aber wenn man schon mal Sockenwolle rumliegen hat… Aus diesen zaghaften Versuchen ist mittlerweile eine richtige Begeisterung geworden und so begab ich mich auf die Suche nach neuen Anleitungen. Da auch eine große Begeisterung schnell mal ganz stark abkühlen kann habe ich lieber den Weg zur Bibliothek als in den Buchladen gewählt. Die ist bei uns zum Glück sehr gut sortiert, und gerade zum Thema Socken gab es einige Bücher zur Auswahl. Ich habe mich für das Buch Jeans! Socken! (ja im Buchtitel sind wirklich zwei Ausrufezeichen) von Tanja Steinbach entschieden. Das Titelmodell hat mich auf Anhieb begeistert, gestrickt habe ich dann aber doch die Socken mit dem Sternchenmuster.

 

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Der Name und die Zusammensetzung der Wolle werden wohl auf immer ein Geheimnis bleiben, da kein einziges Knäuel eine Banderole hatte. Für die Socken habe ich (wie in der Anleitung angegeben) zwei Farben miteinander kombiniert. Zum einen hatte ich noch einen Rest Pink von den Lace Söckchen und dazu habe ich ein Knäuel ausgesucht das auf den ersten Blick nach einem Beerentönemix Verlaufsgarn aussah. Beim Stricken zeigte sich dann doch recht schnell das der Farbverlauf leider auch einen recht großen Pink Anteil hat. Deshalb kommt das Sternchenmuster leider gar nicht soooo deutlich raus. Das heißt ich muss die Socken recht bald noch mal mit zwei kontrastreichen Farben stricken… Das Muster entsteht durch Hebemaschen und war insgesamt gut beschrieben und einfach nachzuarbeiten. Durch das Muster wird der Strumpf recht kompakt und dick, das richtige Paar Socken für wirklich kalte Tage oder richtig kalte Füße. Allen Frier Katzen unter Euch sei gesagt: Mit diesen Socken ist die Zeit der kalten Füße vorbei!

 

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Was mir wieder Kopfzerbrechen bereitet hat war das Fotografieren der Socken. Am schönsten finde ich Socken mit Füßen drin, dann kommt das Muster eigentlich erst so richtig zur Geltung. Hm aber an den eigenen Beinen herunter zu fotografieren macht mich leider gar nicht glücklich. Ich grübelte und grübelte und … holte dann den großen Spiegle aus dem Schlafzimmer. Aber so richtig gute Fotos werden es leider auch nicht wenn man sich selbst im Spiegel fotografiert. Wie es scheint werde ich wohl um die Anschaffung eines Funk-Fern-Auslösers nicht herum kommen. Wie fotografiert Ihr denn Eure selbst gestrickten Socken? Ich freue mich über jeden Tipp.

 

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… auf den Nadeln … im April

Der April ist da und ich freue mich schon darauf Euch gleich zu zeigen, was ich diesen Monat alles auf den Nadeln habe. Ich habe ein paar schöne neue Strickstücke angefangen und die Grannydecke ist auch wieder ein Stück gewachsen. Aber bevor es gleich los geht muss ich Euch erst einmal gestehen, dass ich am Anfang eines neuen Monats immer erst mal ganz in Ruhe alle „auf den Nadeln“ Links vom letzten Monat anschaue. Beim Stöbern bin ich schon oft auf ganz schöne Ideen oder spannende Blogs gestoßen, wie zum Beispiel Woollen Affairs, Millefila und Morgenrosa. Diese Blogs haben mich in den letzten Monaten immer wieder mit Ihren Projekten begeistert. Falls Ihr diese drei wirklich schönen Blogs noch nicht kennt solltet Ihr dort unbedingt mal vorbei schauen. So und jetzt geht’s aber los mit der Nadelschau für diesen Monat:

der Moonraker von Mairlynd

Woolspire hat zum KAL gerufen und da konnte ich nicht wiederstehen. Letzte Woche kam das Wollpäckchen vom Woolspire Shop mit der Post und ich habe gleich mit der Maschenprobe angefangen. Nach den Proben mit der 4er,  3,5er und 3er Nadel habe ich mich für die Nadel Nr.3 entschieden. So jetzt kann’s losgehen, heute Abend starte ich endlich mit dem Moonraker. Alles über meine Farbwahl könnt Ihr hier lesen.

 

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Sommerjacke aus California Print

mein Seeräuber liebt Züge. Naja eigentlich liebt er alles was irgendwie fährt, vorzugsweise schnell… So kommt es, dass wir immer mal wieder ein wenig Zeit auf dem Bahnhof verbringen und den Zügen beim Ankommen und Abfahren zuschauen. Und da der Bahnhof im Winter ein wirklich kalter Ort ist, wärmen wir uns gerne in der gut sortierten Bahnhofsbuchhandlung wieder auf. So kommt auch die Mama auf Ihre Kosten und das neue Linea Pura Heft von Lana Grossa mit zu uns nach Hause. Ganz besonders gut gefallen hat mir die Jacke aus California Print. Und weil ich mich immer so gern in neue Projekte stürze habe ich gleich einen Ausflug zum Wollgeschäft meines Vertrauens gemacht und mir die Wolle angeschaut. Ein Bändchen Garn aus 80% Baumwolle und 20% Seide. Wirklich schön! Da mussten einigen Knäuel in Fb. 306 gleich mit zu mir nach Hause. Die Maschenproben sind gestrickt und so kann es auch hier bald losgehen.

 

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die Granny Kuscheldecke

wächst langsam aber stetig. Die Decke hat jetzt schon eine gewisse Größe erreicht, so dass man die Fortschritte leider nicht mehr so deutlich sehen kann.

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