Die geringelte Hose – oder eine kleine Geschichte vom Scheitern

Irgendwie möchte ich Euch natürlich immer nur die besonders gelungenen Sachen zeigen, Dinge auf die ich stolz bin und die ich mit Freude selbst trage oder verschenke oder… aber die Realität sieht doch immer mal wieder ganz anders aus. Aber um ehrlich zu sein, wem gelingt denn schon jedes Strickstück. Und die Misserfolge einfach so unter den Tisch fallen zu lassen finde ich auch nicht gut. Deswegen dürft Ihr mir heute beim ribbeln über die Schulter schauen.

 

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Hier und hier und hier konntet Ihr ja schon die Ringelhose für mein kleines Sturmtief wachsen sehen. Die Farben sind schön, die Ringel sehen super aus, aber den Windelpopo habe ich einfach nicht vernünftig umstrickt bekommen. Der Zwickel saß nicht richtig, über die Po fehlte es der Hose an Länge, dafür war der Bund viel zu weit und … ein Bauarbeiterdekolleté kann ich bei Krabbelkindern wirklich gar nicht brauchen. Und dann habe ich einen klassischen Eltern Trick angewendet, einfach mal liegen lassen und warten dass das Kind aus der Klamotte rauswächst. Der Trick hat funktioniert und so geht es heute Reihe um Reihe rückwärts.

 

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Inspiriert zu diesem ganz ehrlichen Post hat mich übrigens Anke von Wollstash. Ich habe zwar vom Spinnen und Färben überhaupt keine Ahnung, aber Anke schreibt so natürlich und absolut fesselnd über Ihre große Leidenschaft, dass ich Ihren Blog immer wieder gerne lese. Und im März konnte ich Ihr beim Scheitern über die Schulter schauen, dann die Rettungsaktion beobachten und mich zum Schluss mit Ihr über die Erfolge freuen.

 

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Soweit heute meine kleine Geschichte vom Scheitern. Jetzt heißt es aufstehen, Krone richten und auf Ravelry eine schöne Anleitung suchen :-)))) Und falls Ihr Tipps und Empfehlungen habt, immer her damit! Damit ich auch bald wieder über Erfolge schreiben kann.

 

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3 Gedanken zu „Die geringelte Hose – oder eine kleine Geschichte vom Scheitern

  1. Anke

    <3
    Danke für das tolle Lob!
    Ich freue mich, dass meine Geschichte vom "Scheitern" dich dazu inspiriert hat, auch einen Misserfolg zu dokumentieren. Es ist meines Erachtens ganz wichtig zu zeigen, dass, egal was und wie lange man etwas betreibt, eine Arbeit, ein Hobby… Fehler passieren. Und da kann man sich auch ärgern! Schön ist es allerdings, wenn man sich auch verzeihen kann und abschließen, durchatmen und wieder neu beginnt.

    Ich bin sehr gespannt, wie es bei dir weitergeht!
    Hab einen schönen Tag,
    Anke

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  2. Eeva/Oh, wie nordisch!

    Ich zeige am liebsten auch die gelungenen Sachen. Aber ich habe auch schon misslungene Teile gezeigt, denn aus meinen Fehlern können ja auch andere lernen. Ausserdem vermeide ich so, dass mein Blog ein ‘glattgeschleckter’ ist mit zuviel Perfektion und wenig Persönlichkeit 🙂
    In der Regel kann ich ein paar Tage nach dem finalen Misslingen über das Geschehene grinsen…

    Antworten
  3. somehowsophie

    Wie schön!! Gerade diese Misserfolge machen den weniger versierten – so wie mir – Mut, sich auch mal an ein Strickprojekt heranzuwagen… also danke an dieser Stelle (und danke an die immer noch auf mich wartende Wolle im Schrank), der Post ist im Übrigen ganz entzückend fotografiert! 🙂
    Alles Liebe,
    Sophie

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